Archiv der Kategorie 'Europa'

Europaweites FrauenLesbenTreffen (29. Dezember 2007 – 02. Januar 2008)

Liebe Rebellinnen,
vom 29. Dezember 2007 bis 2. Januar 2008 soll ein europaweites FrauenLesbenTreffen stattfinden.

Die Idee des Treffens ist:
- unsere Erfahrungen in sozialen und emanzipatorischen Kämpfen auszutauschen,
- über Möglichkeiten und Hindernisse sowie über die Entwicklung, Bedeutung und Vielfalt feministischer Widerstandsformen zu diskutieren,
- uns über Möglichkeiten der internationalen Solidarität und gegenseitiger Unterstützung auszutauschen,
- kreative Fähigkeiten weiterzugeben und zu erlernen,
- Lust, Freude und Spaß zu haben!

Wer wir sind
Wir sind Frauen, die sich durch das Ya-Basta-Netz in Deutschland (www.ya-basta-netz.de.vu) kennen gelernt haben. Die Idee für das europäische Frauentreffen entstand während dem Zweiten Treffen der Zapatistischen Gemeinden mit den Völkern der Welt. Auf diesem verkündeten die zapatistischen Frauen, über Silvester dieses Jahres zu einem Treffen einladen zu wollen. Dabei geht es um den Kampf und die Organisierung der zapatistischen Frauen (weitere Infos: http://zeztainternazional.ezln.org.mx). Einige Frauen aus verschiedenen europäischen Ländern haben beschlossen, dass wir uns gleichzeitig zum zapatistischen Frauentreffen in Chiapas bei einem Treffen in Europa begegnen wollen. Denn auch hier stecken wir in Kämpfen gegen ein patriarchales und kapitalistisches System, was wir ablehnen. Deshalb ist es uns wichtig, dass wir uns dort organisieren, wo wir leben. Denn nur so können wir Frauen weltweit gemeinsam kämpfen.

Was wollen wir machen?
Wir wollen in Workshops verschiedene Themen wie Feministische Widerstandsformen und Frauenbewegungen in verschiedenen Ländern, die Situation und Widerstand der Frauen in Mexiko, Konstruktion und Dekonstruktion von Geschlecht und Anarchafeminismus arbeiten. Außerdem sollen in Workshops zu Straßentheater, Filme und Radio, Computer (Sicherheit, Layout etc.), Schweißen, Clown, Radical Cheerleading und vieles mehr Fähigkeiten ausgetauscht und erweitert werden. Natürlich gibt’s auch viel Raum für Kreatives und Kulturelles! Das Konzept des Treffens und der Workshops ist offen: Alle, die kommen, dürfen und sollen sich mit eigenen Ideen einbringen!

Wo und wann?
Das Treffen soll vom 29. Dezember bis 2. Januar stattfinden. Der Ort für das Treffen steht bisher noch nicht fest. Als möglichen Veranstaltungsort können wir das autonome Zentrum KTS (kts-freiburg.org) in Freiburg/Deutschland anbieten. Entschieden haben wir uns dafür aufgrund der Lage (Dreiländereck Frankreich-Schweiz-Deutschland), der vorhandenen Infrastruktur und Menschen vor Ort, die das Treffen mitgestalten wollen.

Wir brauchen Dich!
Wir verstehen uns nicht als geschlossene Gruppe und freuen uns über jede, die in irgendeiner Form das Treffen mitgestalten möchte. Wir brauchen noch Frauen, die sich für Übersetzungen bereit erklären (im Vorfeld für die Verschickung der Einladungen und während dem Treffen). Wichtig sind auch Frauen, die Werbung für das Treffen machen (Plakate und Flyer verteilen, e-mail Einladungen rumschicken, …). Auch ist noch offen, wer die Workshops vorbereitet und durchführt. Natürlich brauch’s auch kreative Ideen zur Mitfinanzierung des Treffens!

Das nächste Vorbereitungstreffen ist vom 24./25.11.2007 in Berlin.

Anregungen, Ideen, Kritik, Anmeldung und Kontakt: rebeldiademujeres[at]gmail.com

via http://www.ya-basta-netz.de.vu
In spanish
& In english

Anti-GMO-Action in Portugal this Summer


via http://eufemia.ecobytes.net
Video in english and portuguese

Räumungen vor der Winterpause

Kurz vor der am 1. November beginnenden „Winterpause/trêve d‘hiver“, wurden in Nantes und Grenoble jeweils zwei Squats geräumt:
http://grenoble.indymedia.org/index.php?page=article&id=5591
http://grenoble.indymedia.org/index.php?page=article&id=5590
http://nantes.indymedia.org/article/13052

Nazi-Demo in Prag am 10.11.2007

http://blokada.antifa.cz/deutsch.php

Aufruf antifaschistischer Gruppen aus Prag:

Antisemiten stoppen! Überall!

Für den 10. November planen die “Jungen Nationalen Demokraten” (Mladí Národní Demokraté) einen Aufmarsch durch das jüdische Viertel in Prag. In ihrem Aufruf betonen die Nazis, dass der Marsch auch entlang der Synagoge gehen soll und es an der Zeit sei, “dass die Rabbiner wieder “schwarz-weiß-rote” Fahnen sehen.” (Diese Fahnen werden in der Tschechischen Republik weitgehend als Fahnen des Nationalsozialismus verstanden.) Auch deutsche Nazis aus dem Umfeld der Freien Kräfte in Sachsen und Thüringen äußerten schon, daran teilnehmen zu wollen.

Die “Jungen Nationalen Demokraten” sind organisatorisch als Teil des “Narodni Odpor” (NO, Nationaler Widerstand) zu verstehen. Dieser stellt die bedeutsamste Organisation im parteifreien Spektrum tschechischer Nazis dar. Zudem gilt er als Nachfolgeorganisation der tschechischen Sektion des internationalen “Blood&Honour” Netzwerkes. Immer wieder tritt der “Nardoni Odpor” durch aggressive antisemitische Hetze hervor. So verschickten sie am internationalen Holocaustgedenktag 2006 einen “offenen Brief” an ihre “lieben Freunde in der Islamischen Republik Iran”. In diesem Schreiben wird der Staat Iran verherrlicht, seine “Führung” als erleuchtet bezeichnet und über den “kriminellen Staat Israel” gehetzt. Die Leugnung des Holocausts und damit auch die Solidarisierung mit anderen internationalen Holocaustleugnern ist integraler Bestandteil der Aktivitäten des NO.

Die Zusammenarbeit der deutschen und tschechischen Nazibewegung ist traditionell gut. Der Besuch sächsischer Nazis bei Konzerten, jenseits der Grenze, gehört zu einem festen Bestandteil des rechten Lifestyles. Die inzwischen verbotene Organisation “SSS” (Skinheads Sächsische Schweiz) soll zur Ausbildung an vollautomatischen Waffen im Nachbarland zu Gast gewesen sein. Aber auch die Kameraden aus der tschechischen Republik geben sich zu bestimmten Terminen in der BRD ein Stelldichein. Ob bei Nazi-Demonstrationen in Wunsiedel, Dresden, Halbe oder Jena – VertreterInnen des “Narodni Odpor” fehlen dabei nie. So waren beim Fest der Völker in Jena 2007 etwa 120 tschechische Nazis anwesend.?
In Prag formiert sich in vielen Spektren inzwischen Widerstand gegen die geplante Nazi-Demonstration. Die Jüdische Gemeinde Prag und andere zivilgesellschaftliche Gruppen kündigten Gegenaktivitäten an und fordern ein Verbot des Naziaufmarsches. Prager AntifaschistInnen rufen zu einer Blockade auf.

Auch wir werden nicht hinnehmen, dass Nazis, gleich ob aus der Tschechischen Republik oder aus Deutschland, marschieren. Darum rufen wir dazu auf, zahlreich nach Prag zu fahren um deutlich zu zeigen, was wir von Antisemitismus halten. Es kann nur darum gehen, den Aufmarsch mit allen Mitteln zu verhindern. Kein Fußbreit den Antisemiten! Weder in Prag noch anderswo!?
Einen Tag vor der geplanten Nazidemonstration jährt sich der Gedenktag für die Reichspogromnacht. Daher rufen wir nicht nur dazu auf, die Nazis zu stoppen. Wir rufen auch dazu auf, an diesem Tag Solidarität mit dem Staat Israel zu zeigen, der seit seiner Gründung von Antisemiten weltweit immer wieder in seiner Existenz in Frage gestellt und bedroht wird.
Wir sind in keiner Form gewillt, einen Tag nach dem Gedenktag für die Reichspogromnacht Antisemiten ungestört ihre Hetze verbreiten zu lassen.
Wir erachten es deshalb ausdrücklich als legitim mit allen Mitteln den Nazis entgegenzutreten. Daher unterstützen wir den Aufruf der Antifa Prag, den Nazi-Aufmarsch zu blockieren.

Gegen jeden Antisemitismus – Überall!
Nichts ist vergessen und niemand!
Kommt am 10.11.2007 nach Prag und stellt Euch den Nazis entgegen!

via http://andmore.blogsport.de

Räumungswelle in Amsterdam

http://nl.indymedia.org/img/2007/10/48062.jpg

Ein Artikel auf deutsch: http://de.indymedia.org/2007/11/198307.shtml
Info + Chronologie auf niederländisch:
http://nl.indymedia.org/nl/2007/10/47993.shtml

Helsinki Call for Solidarity

Helsinki squat threatened with eviction

After seven years of actions and a summer of non-stop squatting the radical movement in Helsinki managed for the first time to secure a social centre of it’s own in August 2007. The old
restaurant building that became our home has been perfect for hosting revolution – with peoples kitchens, gigs, discussions, knitting, movies and other activities taking place everyday. The owner of the building, a private insurance company called Etera (http://www.etera.fi), has agreed on renting the house to the City of Helsinki who in turn would hand it over to the squatters. While some people within the administration of the city give us support the more bureaucratic middle aged men at the health and construction agencies have come up with regulations that are totally self serving, have no contact to reality and are a purely political assault against us. These regulations have been enough to scare of the people that support us and the Youth Department has backed of from the project. If we don‘t convince the owners of the house that touching us is a very bad idea then eviction will only be a matter of time. Another possible solution would be for the city to find us another house. But as we‘ve seen the double crossings of politicians over and over again we refuse to leave this house until we have another house to move into. We have all ready during this summer witnessed the police showing up in the hundreds to evict us without hesitations to use brute force. No matter how the city chooses to solve this problem they need to realise eviction is not the solution.

We appeal to all of our friends across Europe to act in our support against the shit head politics that are being pushed through by the officials of the City of Helsinki. Find an embassy of Finland close to you, arrange a Thursday demo, send us solidarity, do what ever you please but now is the moment we need your support.

The struggles for free spaces continue in all spaces!

With love and respect
Helsinki squatters
Social centre Elimäenkatu 15
http://valtaus.org

Kampagne gegen Europäischen Polizeikongress

Am 29. und 30. Januar 2008 soll im Congress Center am Berliner Alexanderplatz der “11. Europäische Polizeikongreß” stattfinden. Veranstaltet von der “Behörden Spiegel-Gruppe”, finanziert von EADS und SAP treffen sich Nachrichtendienste, Polizeiführer, Politiker und Sicherheitsindustrie unter dem Motto “Europäische Sicherheitsarchitekturen: Informationstechnologie – Ermittlung – Einsatz”. Die Industrie bewirbt den Kongreß als Messe. Politiker referieren über “neue Bedrohungslagen” und stellen neue Konzepte zur “Risikokontrolle” vor: “Zivil-militärische Zusammenarbeit”, “Border Control”, den Aufbau der “Europäische Gendarmerietruppe” in Vicenza, “Crowd Control” bei Gipfelprotesten etc.

Sogenannte “VIPs” des Kongresses: Justizministerin Brigitte Zypries; Tom Shirk, President SAP; Landesinnenminister Günther Beckstein; Max Peter Ratzel, Exekutivdirektor Europol; BKA-Präsident Jörg Ziercke; Ilkka Laitinen, Exekutivdirektor der “Grenzagentur” FRONTEX.

Das “Hauptprogramm” besteht aus “internationaler Prominenz aus den Führungsebenen”, dazu eine begleitende Ausstellung “der führenden Hersteller von Systemlösungen”. Am 29. Januar referiert Schäuble auf dem “Forum der europäischen Innenminister” zum Grenzregime Schengen.

via: http://euro-police.noblogs.org

http://www.europaeischer-polizeikongress.de

Hausbesetzung in Graz

[update]: Grazbachgasse am Dienstag, 9.10. geräumt.


In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Grazbachgasse 43/45 besetzt. Aktuelle Infos finden sich hier.

Pressemitteilung der HausbesetzerInnen

Zum dritten Mal in diesem Jahr wurde am Freitag, dem 5.10.2007, in Graz ein Haus besetzt.

Wir haben versprochen wiederzukommen. Und wir haben dieses Versprechen gehalten:

Nachdem Verhandlungen mit der Stadt nach der letzten Besetzung im Juli dieses Jahres erfolglos geblieben waren, haben wir uns entschlossen, das Schicksal emanzipatorischer Kultur und Politik ein weiteres Mal in unsere eigenen Hände, die Hände der unmittelbar Betroffenen, zu nehmen. Die Gespräche und die daraus folgenden vagen Vorschläge von Seiten der Stadtpolitik – von denen der konkreteste die Überlassung eines (!) Proberaums im kommerzialisierten Club ppc in der Neubaugasse war – zeugen davon, dass unser Ansinnen keineswegs verstanden wurde.

Uns ist auch klar, dass die Stadtpolitik in einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft an der sozialen Situation weder etwas ändern kann noch will. Wer ein Dach über dem Kopf braucht, muss sein Leben lang dafür hackeln, Eigentum an Grund und Boden hat in privaten Händen zu bleiben. Wir können das nicht akzeptieren, denn Wohnen und die Gestaltung des eigenen Lebens muss ein Menschenrecht sein und darf nicht abhängen von herbeiphantasierten Sachzwängen wie „wir müssen Lohnarbeit verrichten um uns etwas leisten zu dürfen“. Das im Neoliberalismus propagierte „there is no alternative“ ist blanker Unsinn – und wir zeigen das.

Aus diesen Gründen wurde am Freitag Abend das Haus in der Grazbachgasse 43/45 von uns besetzt, um es für Kunst-, Kultur- und politische Projekte öffentlich zugänglich zu machen. Das Gebäude steht wie alle anderen bisher besetzten seit mehreren Jahren leer und eignet sich ideal für ein autonomes Kulturzentrum. Wie wir die letzten Male an der Reaktion der Bevölkerung gesehen haben, besteht auch der dringende Bedarf dafür. Geplant sind Dinge, die noch immer keinen Raum gefunden haben – ein Kost- Nix- Laden, eine Bibliothek, Volxküche, Ateliers und Proberäume, etc. – alles frei zugänglich und nach eigenen Bedürfnissen gestaltbar.

Auch dieses Mal sind wir entschlossen zu bleiben! Ein autonomes Kulturzentrum in Graz muss her!

Wir rufen auf zu Mietverweigerung und vielen weiteren Besetzungen!

Mit kämpferischen Grüßen

Quelle: http://at.indymedia.org/de/node/4122

Tausende AktivistInnen demonstrieren in Kopenhagen für ein neues Ungdomshuset



Die Aktion Grøndalsvænge Allé 13 (Aktion G13)
ist die Initiative für ein neues Ungdomshuset. Das Haus wurde im Rahmen der Demonstration für mehrere Stunden besetzt gehalten. Die Polizei setzte zur Räumung, aber auch während der gesamten Demonstration massive Gewalt, besonders in Form exzessiven Gebrauchs von Tränengas, ein. Laut Polizei wurden 436 Leute verhaftet, der Großteil muss jedoch nach dänischem Polizeigesetz nach sechs Stunden wieder freigelassen werden. [update] Weitere Fotos gibt es hier.

Die G13-Pressegruppe kommentiert am Abend: „Die Aktion war ein Erfolg. Wir sind sehr froh über den Verlauf des Tages. Wir haben die meisten unserer Ziele erreicht. Wir haben es geschafft zu zeigen, das wir richtig viele sind, dass wir zusammen stehen, das wir den guten Stil gehalten haben, und das eine große Gruppe ins Haus gekommen ist und es zwischenzeitig besetzt hat [..]“

Das Haus befindet sich im Nord-West-Bezirk von Kopenhagen (Nordvestkvarteret) in der Nähe der S-Bahn-Station Fuglebakken. Es ist ähnlich groß wie das Ungdomshuset in der Jagtvej 69, hat einen großen Garten und gehört der Stadt.

Den Tag in Tickermeldungen und weitere Infos auf deutsch, dänisch (auch Videomaterial) und englisch.

The Manifesto of G13

Action Grøndalsvænge Allé 13 (AktionG13) is an initiative based in and around the movement for a new youth house. We started with a single objective; to get a new youth house. We’ve been looking at empty buildings in Copenhagen for a long time now, and we’ve ended up picking the house at Grøndalsvænge Allé 13 for the purpose.

New youth house – Grøndalsvænge Allé 13
The location is situated in the Northwest District of Copenhagen (Nordvestkvarteret), just by Fuglebakken S-train station, and it has a great potential as a new free space. The house is about the same size as the former youth house at Jagtvej 69 and has got a big yard. As Copenhagen’s city council hasn’t, as promised, given us a replacement for Jagtvej 69, we have taken matters in our own hands and found a new house.
We have visited the house on numerous occasions and agree that it’s a unique place that we, with your help, are looking forward to move into. The area is owned by the Copenhagen municipality, so the politicians don’t even have to find extra funds, to buy the house for us.

Who is G13?
We are an initiative started by different people; groups and organisations in and around the movement for a new youth house in Copenhagen. We’ve grown out of the strong and diverse energy that arose after and during the eviction of the former youth house, Ungdomshuset at Jagtvej 69. This diversity is the strength, and core, of our initiative.
What unites us, is the struggle for free space and the belief, that the specific things we are doing have to be practised in coordination with our ideals. That is why we are actively trying to fight oppressive mechanisms and structures built up around class, gender, ethnicity and sexual orientation inside our free spaces, along with the struggle for these spaces. We do not have a leadership; all substantial decisions are being taken on meetings where all parts of the initiative will be participating.

This is how we get a house

Since the Police and politicians in loving harmony evicted our beloved house on Jagtvej 69 on March 1st, this year, Copenhagen has been the centre rebellion in Northern Europe and the fight for free spaces for everyone. Tens of thousands of young and old have turned Copenhagen upside down. Even though, we have grown a lot bigger during the past year, our demands have not been heard by the politicians, at all.
We strongly feel that the people in the city hall don’t want us in the city. We know that all their nonsense about listening to the people, about a living culture and about the creative and diverse Copenhagen is nothing but empty phrases in a hollow democracy.

The time has come to try something new. We feel that there is a need for an action to retake the political terrain. An action that incorporates and unifies all the thousands of people that have been on the streets for the past half year. An action that will give us a new Youth house. AktionG13 is a concept and an initiative created on the basis of the discussions and political considerations that have been going on since the eviction of Jagtvej 69. We will keep on inventing new tools, and do things different from what we have done so far. We will roam through television, city council and the streets. We will take on the struggle on all levels. We want the politicians to take action.

We decide how we’re going to fight
Everyone outside the norm is experiencing that the political system, the courts and the police are intensifying their control and use of power. Whether we are talking about the immigrant youth, drug addicts, graffiti painters, hash smokers, ravers or streetpunks, we are all facing the same police repression, violence, illegal arrests, surveillance and harassment in our everyday life. We are experiencing an extreme criminalisation by the media and from the politicians, who in general are not questioning the police repression and the attack on our legal rights. The past six months, our movement has faced persecution on a much higher level than before. Mass-arrests, state of emergency, illegal house searches and attacks on our right to gather and demonstrate have become the norm.
From now on, our demonstrations are not going to be surrounded by blue lights and angry cops. From now on, we will no longer feel criminalised just because we differ from the norm. From now on, we will no longer be guilty till the opposite has been proven. The struggle for a youth house is a political struggle and can’t be reduced to an issue of law and order.

We are a diverse movement with many different expressions and ways to take action. But even though we are different, we act together. Today, we do things one way. Tomorrow, another way, and the day after tomorrow, we will act differently again.

With AktionG13, we will take to the streets together and create a mass action that will be a disobedient and non-violent confrontation. We want to confront, challenge, cheat and be creative, not let conventional ideas put up limits for our achievements. We are completely incalculable and unpredictable. We will always have a Plan B ready. The Copenhagen city council owes us a youth house. If they don’t give it to us, we will have to take it ourselves.

The Action
When we take to the streets, we will be everything from baby carriages with moms and dads, grandmothers and grandfathers, kissing homos, grey-haired squatters, university punx, homeworking cyber pirates, hip hoppers, unemployed university dropouts, gender bending graffiti painters. We are going to get a new youth house, with or without help from the politicians.

This translation is taken from Indymedia UK.
Here you find a translation into German.

Artikel auf de.indymedia.org

April 2008 – Festung Europa Besetzen!

april2008

online see: http://april2008.squat.net

you find there translation into english, italian, dutch,… and a pdf for making flyers.

Aufruf

Am Freitag, den vierten und Samstag, den fünften April 2008 rufen wir zu zwei Tagen Demonstrationen, Direkten Aktionen, Info-Arbeit, Straßenfesten, Hausbesetzungen… auf, um Freiräume und antikapitalistische Kultur zu verteidigen.

Diese zwei Tage sollen dazu genutzt werden, die europäische/globale politische Bewegung um autonome Räume und besetzte Häuser ins Blickfeld zu rücken. Wir wollen Verknüpfungen und Solidarität zwischen verschiedenen Freiräumen schaffen.Wir wollen unsere Räume mit neuen Menschen und neuen Bewegungen enger verbinden und den Aufbau autonomer Räume an Orten, an denen es solche Aktionsformen noch nicht gibt, unterstützen. Schritt für Schritt wollen wir uns somit befähigen, die Repressionswelle, mit der wir konfrontiert sind, zu überwinden.

Wir rufen auf zu dezentralen und autonomen Aktionen aller Art – je nach dem, was euch in euren Zusammenhängen passend erscheint. Der politische Inhalt, den wir den Tagen geben möchten, wird unten beschrieben.

Wir sind überall

Für Jahrhunderte haben Menschen in der Stadt und auf dem Land besetzte Häuser und autonome Freiräumen genutzt, um selbstbestimmt zu leben. Sie sind ein Werkzeug, eine Taktik, eine Praxis und ein Weg für Leute, ihre Kämpfe auszutragen. Seit Jahrzehnten haben Squat-Bewegungen in Europa und darüber hinaus die kapitalistische Entwicklung bekämpft und damit an lokalen Kämpfen gegen Zerstörung teilgehabt, Alternativen zu profitorientierter und konsumistischer Kultur bereitgestellt, soziale Zentren aufgebaut und auf Mitbestimmung basierende Aktivitäten außerhalb der etablierten Wirtschaft organisiert. Sie haben die Möglichkeit von Selbstorganisierung ohne Hierarchien gezeigt und internationale Netzwerke des Austauschs und der Solidarität geschaffen. Diese Netzwerke haben das Leben vieler Leute verändert: der Ausbruch aus sozialer Kontrolle, freie Räume, in denen außerhalb der Norm gelebt werden kann.

Unter anderem sind diese Orte eine Basis für Treffen und Projekte, für die Erschaffung und die Verbreitung von subversiver Kultur, für den nicht auf Geld basierenden Austausch von Gütern, Ressourcen und Wissen, für das Experimentieren mit neuen Lebensformen, für kollektive Debatten, Verwertung und Konstruktion, für landwirtschaftliche Tätigkeiten, für die Erschaffung unabhängiger Medien.

Ob wir von besetzten Häusern in Städten oder gekauftem Land, von durch Verhandlungen oder Wiederaneignung erlangtem Grund im ländlichen Raum, von in Stand gesetzten Fabriken oder selbst gebauten Gebäuden sprechen, diese Räume sind sind Zuflucht für RebellInnen, Geächtete, arme und obdachlose Leute, radikale AktivistInnen, illegalisierte ImmigrantInnen. Für uns sind diese Räume entscheidender Teil einer Bewegung für soziale Veränderung.

Überall in Europa drücken Regierungen repressive Programme durch

Regierungen attackieren lange bestehende autonome Räume, wie das Ungdomshuset in Kopenhagen, Køpi und Rigaer Straße in Berlin, das EKH in Wien und Les Tanneries in Dijon, besetzte Sozialzentren in London und Amsterdam, Ifanet in Thessaloniki, etc. In Frankreich sind nach der Anti-CPE-Bewegung und der Welle von Aktionen und Aufständen während der Präsidentschaftswahlen besetzte Häuser zum Vorzugsziel für die Polizei geworden. In Deutschland wurden im Vorfeld des G8-Gipfels viele autonome Häuser angegriffen und durchsucht. In Genf und Barcelona haben die Behörden mit der Räumung von zwei langjährigen und großen „squatting fortresses“ versucht der Bewegung ein Ende zu setzen. Während es in manchen Ländern noch möglich ist leerstehende Gebäude zu besetzen, stellt es in anderen bereits eine Straftat dar. Auf dem Land wird Zugang zu Grund und Boden schwieriger und Kommunen bekommen zunehmend Probleme durch Gesetzgebung zu Hygiene und Sicherheit und durch Gentrifikation zu Gunsten des Bürgertums und Touristen. Unabhängige Kultur ist überall in Europa bedroht.

Vor ein paar Monaten haben wir die anhaltenden Kämpfe auf den Straßen Kopenhagens gesehen und die Aktionen überall in Europa: Eine Explosion von Wut über die Räumung des Ungdomshuset. Seitdem, und nach einigen anderen Widerstandsgeschichten der letzten Monate, haben wir es geschafft die Bedeutung internationaler Solidarität wiederzubeleben.

Uns motivieren die gleichen Leidenschaften, wir empfinden die gleiche Zielstrebigkeit und haben in der Repression den gleichen Feind und teilen über Grenzen hinweg das Verlangen, eine Welt der Gerechtigkeit und Selbstbestimmung zu schaffen. Als unangepasste und unregierbare Inseln unkontrollierter Freiheit werden wir in Solidarität handeln und unsere internationalen Verbindungen stärken, wie viele Kilometer auch zwischen uns liegen.

Petition: Genova City Council moves to destroy graffiti dedicated to the death of Carlo Giuliani



Graffiti in Milano

sign the petition here:
http://www.petitiononline.com/urbanvis/petition.html

source of the text and the picture:
http://www.globalproject.info/art-13391.html

In memory of Carlo Giuliani, murdered on July, 21th of 2001 during the repression of the protests against the G8 summit in Genova, has been realized in Milan a „No Justice, No Peace“ graffiti. On
September, 29th of 2007 the deputy mayor of Milan, Riccardo De Corato, has declared that this graffiti must be soon erased. In the last days the municipality already erased numerous others graffiti, also two historical graffiti dedicates to Dax-Davide Cesare and Mumia Abu Jamal. We think it is unacceptable that someone can simply decide to eliminate this piece of historical memory. It is also shameful that the municipality of Milan thru its antigraffiti campaign try to attack and delete what it has been and ever will be a precious artistic and historical patrimony for the entire city and for so many persons all over the world. We invite all to sign this petition and to spread it. We also invite to sign this petition to everyone think that art is a free and unerasable form of expression and life and to everybody also think that the war against graffiti and the young writers is an unacceptable expression of intolerance in Milan as in New York, in every large metropolis as in every small cities. We invite to act and to make a stand against this scheduled cancellation to all the people all over the world who do not want Carlo Giuliani’s memory to be obliterated.